• Alina aus Rumänien vor ihrem Haus im Armenviertel Alina aus Rumänien vor ihrem Haus im Armenviertel

Alina darf wieder Kind sein

Alina ist neun Jahre alt. Sie ist ein ruhiges, sanftes Mädchen mit einem schüchternen Lächeln. Wenn sie sich geborgen fühlt, blüht sie auf. Dann wird sichtbar, wie viel Neugier, Wärme und Kraft in ihr stecken.

Zu Hause ist dafür wenig Platz. Alina lebt mit ihren Eltern und ihren drei Brüdern in einem kleinen gemieteten Haus mit nur zwei Zimmern. Ihr jüngerer Bruder Ioan ist fünf Jahre alt und lebt mit Autismus. Oft passt Alina auf ihn auf, wenn ihre Mutter im Haushalt beschäftigt ist.

Kinder wie Alina übernehmen früh Verantwortung. Zu früh. Denn Armut nimmt ihnen oft das, was Kindheit ausmacht, Ruhe, Leichtigkeit und das Gefühl, unbeschwert lernen und spielen zu dürfen.

Wenn der Alltag von Sorgen geprägt ist

Die Familie zahlt 400 Euro Miete im Monat. Für sie ist das eine große Belastung. Alinas Vater arbeitet, wann immer er Gelegenheitsjobs findet. Doch die Arbeit ist unregelmäßig. Jeder Monat bringt neue Unsicherheit.

Im Winter wird die Not besonders groß. Ein Holzofen ist die einzige Wärmequelle im Haus. Doch Brennholz ist teuer. Auch saubere Kleidung, ein ruhiger Platz zum Lernen oder ein Bett, in dem Alina wirklich ausruhen kann, sind nicht selbstverständlich.

Trotzdem träumt Alina. Sie träumt von einem besseren Leben. Von einer Zukunft, in der Bildung ihr einen Weg aus der Armut eröffnen kann.

Ein sicherer Ort zum Lernen

Das Team von CONCORDIA bot Alina einen Platz in der CONCORDIA Primarschule in Ploiești an. Seit Herbst 2020 lernen dort Kinder im EDU-CAMPUS von CONCORDIA. Die Schule ist ein besonderes Projekt, weil Kinder aus benachteiligten Familien und Kinder aus stabileren Verhältnissen gemeinsam lernen. Niemand soll ausgegrenzt werden. Niemand soll auf seine Herkunft reduziert werden.

Für Alina war der Anfang schwer. Sie kam oft in derselben Kleidung zur Schule. Manchmal war sie fleckig oder zerknittert. Zu Hause fehlte der Platz, um Kleidung gut zu waschen und zu trocknen. Manche Bemerkungen anderer Kinder verletzten sie.

CONCORDIA unterstützte Alina mit Kleidung. Doch noch wichtiger war, dass sie Menschen fand, die sie sahen. Die Lehrerin gab ihr Zeit und Geduld. Eine Psychologin stärkte ihr Selbstvertrauen. Eine Logopädin half ihr beim Lesen, Schreiben und Sprechen. Eine Sozialarbeiterin blieb mit der Familie in Kontakt.

Bildung, die das ganze Kind sieht

In der CONCORDIA Primarschule geht es nicht nur um Unterricht. Die Kinder erhalten ein frisch zubereitetes Mittagessen vom CONCORDIA Berufszentrum. Sie bekommen Lernbetreuung am Nachmittag, medizinische Versorgung und Unterstützung, wenn Sorgen zu groß werden.

Langsam fasste Alina Vertrauen. Ihre Stimme wurde hörbarer. Ihre Augen wirkten wacher. Die Schule wurde für sie ein Ort, an dem sie zur Ruhe kommen und wachsen darf.

Mit Ihrer Spende schenken Sie Kindern wie Alina mehr als Bildung. Sie schenken Sicherheit, Würde und die Chance auf Zukunft.