Rumänien

Bildung und Ausbildung - Der Schlüssel zur Selbstständigkeit

Der Anteil der von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppen in Rumänien ist nach wie vor sehr hoch. Strukturelle Mängel, eine schlechte Gesundheitsversorgung und Korruption sorgen dafür, dass Rumänien den vorletzten Rang in Hinblick auf die Lebensqualität in der Europäischen Union einnimmt. Die hohe Jugendarbeitslosigkeit und Abwanderung stellen ein großes Problem dar. Vielfach zwingt die wirtschaftliche Lage die Eltern, auf der Suche nach Arbeit, dass die Kinder zurückgelassen werden.

In Rumänien ist die Situation der Roma besonders prekär. Rechtlich zwar gleichgestellt, werden sie jedoch nach wie vor nicht gleichbehandelt. Ein Großteil lebt in extremer Armut und unter schlechten Lebensbedingungen, wo es ihnen an sauberem, fließenden Wasser, Elektrizität und angemessenen sanitären Bedingungen mangelt.

In Familien, in denen die Eltern nur eine niedrigere Sekundarschulbildung oder weniger erhalten haben, liegt die Armutsgefährdungsquote für Kinder zwischen 0 und 17 Jahren bei 75,1%. (Eurostat-Data)

Concordia Rumänien wurde 1992 gegründet und unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Bukarest und im Bezirk Prahova im Norden von Bukarest. Unsere 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch durchschnittlich 200 Freiwillige pro Jahr unterstützt.

Obwohl Armut, Abwanderung, Ausgrenzung und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit nach wie vor große Herausforderungen darstellen,  konnten wir im Jahr 2019 rund 2.100 Personen mit unseren Angeboten unterstützen. Kinder, Jugendliche und Familien werden unter anderem in unseren Wohngruppen, Tageszentren sowie dem Concordia EduCampus bestmöglich begleitet, um in Zukunft ein selbstständiges Leben aus eigener Kraft führen zu können.

Unsere Projekte in Rumänien

Netzwerk an Tageszentren

Neben dem Edu-Campus ist unser landesweites Netzwerk von Kindertageszentren eines unserer wichtigstes Projekt in Rumänien. Gemeinsam mit lokalen PartnerInnen hat CONCORDIA Rumänien die Initiative #CENTREziRO gestartet. Dabei bauen wir ein nationales Netzwerk von Kindertageszentren für armutsgefährdete Kinder auf.

Mehr als 60 VertreterInnen der Kinder- und Jugendarbeit in Rumänien waren bereits beim Kickoff im Herbst 2021 dabei. Gemeinsam wurde über den Bedarf, die Herausforderungen, Ziele und eine bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen Ungleichheit und Kinderarmut diskutiert.

Unser Ziel ist es, das Angebot von Kinder- und Familienzentren zukünftig auszubauen, Familien zu stärken und so zu unterstützen, sodass Kinder und Jugendliche in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können und Perspektiven für die Zukunft haben.

Eine gute Zusammenarbeit, die kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote und Interventionsmaßnahmen sind dafür unabdinglich.

Deshalb möchten wir das CONCORDIA Tageszentren-Modell an möglichst viele Einrichtungen weitergeben. Und gemeinsam Herausforderungen und Bedürfnisse der Tageszentren identifizieren. Mitglieder des Netzwerks bekommen außerdem die Möglichkeit das Fortbildungsangebot der CONCORDIA-Akademie zu nutzen.

Mit einer gemeinsamen Stimme können sich die Einrichtungen landesweit zudem nachhaltiger für Investitionen des Staates in Präventionsleistungen einsetzen und Finanzierungmittel fordern.

Geschichten aus Rumänien

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