#concordiageschichten: Die Geschichte von Ramona

Die Jugendlichen entdecken hier, was sie als nächstes im Leben tun wollen. Es gibt junge Menschen, die das Beste aus den Erfahrungen machen, die wir Ihnen hier anbieten und die noch lange nach dem Programm zurück kommen und sich für das bedanken, was sie bei uns gelernt haben.

"Die Jugendlichen entdecken hier, was sie als nächstes im Leben tun wollen. Es gibt junge Menschen, die das Beste aus den Erfahrungen machen, die wir Ihnen hier anbieten und die noch lange nach dem Programm zurück kommen und sich für das bedanken, was sie bei uns gelernt haben."
Director Edu-Campus, Ramona Vasiloae Năstăsache

Ramona Vasiloae Năstăsache ist eine der Leiterinnen des Berufsschulprogramms von Concordia Sozialprojekte. Vor fast 8 Jahren kam Ramona als Volontärin zu Concordia. Zuvor arbeitete sie 5 Jahre lang in einer NGO und mehrere Jahre in der Sozialabteilung des Rathauses von Brasov.

Im Interview erzählt Ramona über ihre Anfänge bei Concordia und über ihre aktuelle Tätigkeit in der Concordia Berufsschule Edu-Campus Ploiesti (Rumänien).

 

Warum wolltest Du bei Concordia arbeiten?

Ich wusste aus der Zeit meines Volontariats, dass Concordia eine große Organisation ist, in der man sich beruflich entwickeln kann. Und ich habe mich mit der Mission und den Aktivitäten der Organisation identifiziert.

Was kannst Du über die erste Zeit als Trainerin im Edu-Campus sagen?

Als ich anfing war das Projekt neu. Ich fand hier einen interessanten Managementansatz, nämlich das Team sehr oft zusammenzubringen. Wir trafen uns in regelmäßigen Abständen. Die am Projekt beteiligten Personen wurden nach ihrer Meinung gefragt, ihre Beiträge wurden geschätzt und auch umgesetzt. Das hat mir gefallen. Das brachte viele gute Ideen, Konzepte, Prozesse hervor.

Ein Jahr und ein paar Monate später wurdest Du zum Educational Programs Coordinator befördert. Hast Du mit der neuen Position einen Entwicklungsschub gespürt?

Ja, weil ich in meiner neuen Position anfing, ein Team zu leiten und zu lernen, wie man es entwickelt. Außerdem musste ich den Arbeitsablauf und die Prozesse verbessern, und lernen, wie man schneller und effizienter auf die Schüler reagieren kann. All das waren für mich Möglichkeiten, mich beruflich weiterzuentwickeln.  

Erzähl uns etwas über das Berufsschulprojekt! Wie sieht es jetzt aus, fast 6 Jahre nachdem Du hier begonnen hast?

Während das Projekt gewachsen ist hat sich vieles zum Besseren verändert. Es gibt über 40 Begünstigte, die 4 Ausbildungszweige der Berufsschule besuchen: BäckerInnen, KöchInnen, KellnerInnnen und GärtnerInnen. Neben der Berufsausbildung, der Unterkunft und der Verpflegung bieten wir aber auch andere Programme an:

Die Schule für das Leben, in der unsere Schüler finanzielle Fähigkeiten entwickeln und etwas über Arbeitsverträge, Vorstellungsgespräche und andere Aspekte der Arbeitswelt lernen, damit sie einen Job zu bekommen und ihn behalten können. Außerdem arbeiten unsere Schüler mit einem Psychologen in Gruppen an ihrer persönlichen Entwicklung. Sie lernen Englisch und angewandte Mathematik.

Das Job-Coaching ist ein Prozess, in dem die Jugendlichen bei der Suche nach einem Job und einer Wohnung unterstützt werden, wenn sie den Campus verlassen haben. Wir haben Partner in Ploiesti und Bukarest, wo wir Praktika organisieren. Für viele Schüler ist dies der erste Kontakt mit einem potentiellen Arbeitgeber und der Arbeitswelt.

Case Management nennen wir den Prozess, in dem ein multidisziplinäres Team personalisierte Interventionspläne für jeden Jugendlichen erstellt und damit eines der Kernprinzipien der Berufsschule in die Praxis umsetzt: Unseren ganzheitlichen Ansatz der Ausbildung der Jugendlichen mit einem maßgeschneiderten Plan für jeden.

Darüber hinaus bieten wir noch soziale Hilfsdienste, medizinische Dienste und psychologische Beratungen unseren Schülern an.

Woran misst Du den Erfolg eurer Arbeit?

Der Schlüsselindikator ist, ob der Schüler nach dem Verlassen der Schule einen Job findet und diesen Job für einen langen Zeitraum behalten kann. Und ob er es schafft, ein unabhängiges und selbständiges Leben zu führen. Ich finde es sehr interessant, zu beobachten, wie sich unsere Schüler ab dem Eintritt in die Schule im Lauf der Zeit verändert.

Wir haben Fälle von jungen Menschen, die mit Verhaltensproblemen kommen, diese aber auf dem Campus nicht austragen. Das sagt viel über die sichere Umgebung, die wir hier geschaffen haben. Das ist für uns ein Erfolg, weil wir einen Ort geschaffen haben, an dem ein Jugendlicher nicht mehr das Bedürfnis hat, sich durch schlechtes Verhalten auszudrücken, um Aufmerksamkeit zu bekommen oder etwas zu erreichen. Es gibt Jugendliche, die hier entdecken, was sie als nächstes im Leben wollen. Es gibt junge Menschen, die das Beste aus den Erfahrungen machen, die wir hier anbieten, und sie kommen noch lange nach dem Kurs zurück und bedanken sich für das, was sie bei uns gelernt haben.

Was ist noch lohnend an Deinem Job?

Abgesehen davon, dass ich seit fast 6 Jahren die Freude an der beruflichen und persönlichen Entwicklung spüre, gefällt mir der Teil der Arbeit mit Menschen, dem Projektteam, sehr gut. Das ist ein Teil meines Jobs, wenn auch herausfordernd.

Es gibt diese Befriedigung, die sich einstellt, wenn man, sagen wir, einen schwierigeren Kollegen im Team hat und man es schafft, ihm durch verschiedene Interventionen zu helfen, sich zu integrieren. Dann ist es für mich immer wieder befriedigend zu merken, dass ich mich auf das Team verlassen kann und wir gemeinsam dieses Projekt jeden Tag mehr und mehr wachsen lassen können.

Was hast Du in all diesen Jahren gelernt?

Ich habe viel gelernt: theoretische Informationen aus der täglichen Arbeit oder den Schulungen, ich habe meine Fähigkeiten im Projektmanagement und im Umgang mit Menschen weiterentwickelt. Ich habe über mich selbst gelernt, dass ich tun kann, was ich mir vornehme, dass es immer Raum für Verbesserungen gibt. Ganz wichtig, ich habe mir selbst bestätigt, dass das Leben ein ständiger Lernprozess ist und wo ein Wille ist, gibt es immer einen Weg, Gutes zu tun.

Was bedeutet Concordia heute für Dich?

Es bedeutet mehr als ein Arbeitgeber und das liegt daran, dass es im Laufe der Jahre Situationen gab, in denen mir die Organisation ihre Unterstützung über den beruflichen Bereich hinaus gezeigt hat. Das ist etwas, was ich immer sehr geschätzt habe. Concordia ist eine Organisation, die in die Menschen investiert. Darüber hinaus ist sie eine wertvolle Organisation, weil sie ständig danach strebt, die Dinge für die Schüler, aber auch für die Mitarbeiter besser und besser zu machen.  

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